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Daniela Daniela aus Osnabrück schrieb am 14. Mai 2017
Manchmal, wenn aus einer tollen Idee etwas ganz Großes wird, was vielen Menschen Freude bereitet, vergessen wir gerne, was es heißt, aus einer Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Wohl unzählige geniale Ideen von Gründern in diesem Land schlummern in Schubladen, weil der Mut fehlt, sie umzusetzen, weil entweder das Umfeld zu viel kritisiert oder gar ein Banker meint, eine Idee sei nicht umsetzbar. Wir erfreuen uns jedoch gerne am "Endprodukt", weil es uns guttut oder wir davon profitieren. Aber es wird schnell auch selbstverständlich. Die meisten von uns wissen, dass die Idee zum Folkfrühling auf dem Weihnachtsmarkt im Kreise von baldigen Mitstreitern entstand. Wir wissen auch, dass es "viel Arbeit" ist. Und wir wissen, dass man ein ganz besonderer Mensch sein muss, um aus einer Idee ein Festival werden zu lassen. Auch wenn es Passion sein mag, wir können nur ansatzweise erahnen, was es heißt, auf so viel Freizeit zu verzichten, so vieles im Kopf zu behalten, zu organisieren, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, weche Musik uns gefallen würde. Begnadete Musiker wie ein Magnet nach Venne zu locken, Menschen mitreißen, begeistern, dass sie genau dieselbe Begeisterung und (fast) denselben Einsatz zu bringen bereit sind - und dabei über sich selbst hinauswachsen. Menschen, die so etwas vollbringen wie Dieter, mögen Neider haben - egal. Ohne Perfektionisten würde uns ganz viel fehlen. Ohne Perfektionisten hätten die Chaoten oder Leidenschaftslosen dieser Welt niemanden, der ihrem Chaos einen Rahmen gibt, damit ihre Welt nicht auseinanderbricht. Ohne Perfektionisten gäbe es nicht diesen wunderbar sauberen Ton ohne Pannen, wenn Norbert am Mischpult sitzt. Und ich werde nie diese Limetten-Torte vergessen, die fröhlich lächelnd an mir vorbeigetragen wurde - und bei der ich hinterher feststellte, dass hinter jedem Tortenstückchen ein Limettenblatt senkrecht klebte, ohne auch nur einen Millimeter verrutscht zu sein. Und fantastisch geschmeckt hat sie auch noch. Heute Nacht durfte ich mit zwei Musikern sprechen, die beide das Gleiche sagten, nämlich dass sie das Festival so lieben, weil es so "familiär" ist. Einer von beiden war zum ersten Mal in Venne...Auch diesen Satz kennen wir alle. Und wie in einer großen Familie wird es Zeit, liebevoll und in Demut danke zu sagen:
Lieber Dieter, danke, dass Du Türen in eine Welt geöffnet hast, die ich bis dahin so nicht kannte - weder Türen in die Welt der Folkmusik, der niemals zuvor gehörten Interpretationen begnadeter Künstler und so vieler Multi-Instrumentalisten. Hab Dank für die von mir so geliebte Welt des echten "Multi-Kulti": mit Menschen aus anderen Nationen beieinander sitzen, mit ihnen plaudern, für das Öffnen von Fenstern, durch die ich in ihre Herzen sehen durfte, wenn sie mich teilhaben ließen an dem, was sie antreibt, an ihrer vielleicht anderen, aber doch so bereichernden Mentalität. Danke, dass Du mir gezeigt hast, wieviel Spaß es macht, für etwas zu brennen und Einsatz zu zeigen, der vielleicht so manches Mal auch über die eigenen Kräfte hinausgeht. Plakate verteilen hört sich langweilig an. Doch es ist das absolute Gegenteil: durch Stadt und Land fahren, an Türen klopfen und sei es ein noch so kleiner "Pub", Menschen begegnen, Menschen vom Festival und der Welt des Folk berichten, das ist es, was Riesenspaß macht. Oder der Anblick unserer Sohnes, wenn er im Friesenhemd zu Laway über die Bühne hüpft und denselben Spaß an Tanz zu toller Musik hat wie die Mama. Immer wieder öffnet sich eine Tür, eine neue Welt. Doch das Allerschönste ist das, was Susanne vor Jahren einmal sagte, dass dabei Freundschaften entstehen. Wunderbare, ganz besondere Freundschaften die dank der neuen Medien heute einfacher gepflegt werden können als früher. Doch wie hat Reinhard Mey gesagt? "Da lob ich mir ein Stück Musik noch von Hand gemacht". Danke, für Deine starken, fleißigen Hände, danke für's Vorbildsein und danke, dass Du mich gelehrt hast, was alles und in welcher Vielfalt möglich ist, wenn man an sich und etwas glaubt und dafür brennt.
"From a spark to a flame".

😉
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