„Larún“ am 04.04.2025 in der Johanneskirche Vehrte Die sechsköpfige Band Weiterlesen ...

Folk im Osnabrücker Land
Geboren als Sohn einer schottischen Mutter und eines englischen Vaters, wuchs Ray Cooper in England auf und begann in Bands zu spielen, als er 16 war. Er bewegte sich zwischen Rock, Punk, Pop und Weltmusik, arbeitete als Sänger, Bassspieler und Cellist, bis er sich schließlich 1988 der Oysterband anschloss und eine lange Erforschung in seine eigenen Wurzeln antrat.
Als er 2000 nach Schweden umzog, spielte Cooper weiterhin in der Band, und tourte so in 27 Ländern und nahm 19 Alben auf. 2012 gewannen sie 3 Preise bei den BBC Radio Folk Awards als beste Gruppe, für das beste Album und den besten traditionellen Titel und wurden vom fRoots-Magazin als eine der 3 ´Ikonen des Folk´ bezeichnet.
Nach der Veröffentlichung von „Tales of Love, War and Death by Hanging“ 2010, begann Cooper solo zu touren und spielte auf Folkfestivals und an einer Vielzahl anderer Orte, wie auch Hauskonzerte und völlig akustische Shows in England, Wales, Schweden, Dänemark und Deutschland.
“Tales of Love War and Death by Hanging” wurde in einer kleinen Blockhütte in Schweden aufgenommen. Dieser Sound ist einfach, aber er bringt immer wieder eine größere Tiefe hervor.
Mit seinem zweiten Soloalbum “Palace Of Tears” verpflichtet sich Ray Cooper (Ex-Oysterband) endgültig der ehrwürdigen Singer/Songwriter-Tradition und rückt eigene Texte und Kompositionen in den Fokus. Hatte das Debüt “Tales Of Love, War And Death By Hanging” noch eine starke historische Komponente, weht nun ein frischer Nordwind durch das Album. Cooper, seit einigen Jahren Wahl-Schwede, schöpft textlich zum Teil aus skandinavischen Quellen und bedient sich der schwedischen Fiedel und der Kantele aus Finnland. Doch auch Cello, Gitarre, Harmonika, Mandoline und Bassgitarre kommen zum Einsatz. Alle Instrumente werden von Cooper selbst gespielt, lediglich ein Pianist und zwei zusätzliche Streicher unterstützten ihn bei den Aufnahmen.
Auch thematisch ist “Palace Of Tears” ein sehr persönliches Album, auf dem der Musiker kein Blatt vor den Mund nimmt. Bereits der erste Song “A Line In The Sand” prangert zum Himmel stinkende politische Missstände an, denn Cooper setzt sich kritisch mit den Kriegen, die im Nahen Osten wegen des Erdöls geführt werden, auseinander. Im Lied “Palace Of Tears”, das dem Album seinen Namen geliehen hat, verarbeitet der Künstler einen Teil deutsch-deutscher Geschichte.
Er war im Juli 1989, also kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, zu Gast in der DDR und erinnert sich: “Dieses Land war so vollkommen anders als alle anderen Länder, in denen ich gewesen bin. Ohne Werbung, fast ohne Kriminalität, aber auch ohne Alternative.” Besonders nachhaltig hat den Schotten die innerdeutsche Grenze im geteilten Berlin beeindruckt. “Es gab einen Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße, an dem die West-Berliner für einen Tag in den Osten der Stadt gehen konnten, um Verwandte zu besuchen. Auf ihrem Weg zurück kam es dort zu großen Abschiedsszenen, weshalb das Gebäude des Grenzübergangs vom Volksmund den ironischen Beinamen Tränenpalast erhielt.” Seine schottischen Wurzeln besingt er in “Sleeping Giants”. Wiewohl Cooper seinen Lebensmittelpunkt nach Skandinavien verlagert hat, verbringt er jedes Jahr einige Zeit in Schottland – leider immer häufiger bei Begräbnissen.
Den größten Raum auf dem Album nimmt Coopers Wahlheimat Schweden ein. Inspiriert von der Weite der Landschaft und der Tiefe der Wälder spürt der Musiker fantastischen Sagengestalten nach, die dort gestern wie heute ihr Unwesen treiben. Manchmal bringt aber auch ein simples Foto den Künstler dazu, einen Song zu schreiben. So wie dieses 1985 aufgenommene Bild, das eine Menschentraube vor dem Rathaus in Coopers Wohnort Malmköping zeigt. Die jungen Leute haben ihre guten Kleider an, vermutlich werden sie am Abend tanzen gehen und vielleicht lernen sie ja dort ihren zukünftigen Lebenspartner kennen. Im Lied “The King’s Birthday/ Maarit’s Waltz” geht es um die junge Frau in der Mitte des Fotos. Was wohl aus ihr geworden ist?
In diesem Workshop geht es darum, gemeinsam in der Gruppe neue Arrangements für irische Tunes und Songs zu entwickeln und umzusetzen. Wichtig dafür sind Aspekte wie das Zusammenspiel, der Groove und das Finden und Ausarbeiten von musikalischen Ideen.
Dabei geht es darum, zu lernen, wie Stücke aufgebaut sind, wie sich die unterschiedlichen Instrumente einsetzen lassen und wie das gemeinsame Kreativ-Sein überhaupt funktionieren kann. Voraussetzung für den Kurs sind grundlegende Fähigkeiten am eigenen Instrument. Alle Instrumente sind willkommen. Wir lernen größtenteils nach Gehör, Noten können zur Verfügung gestellt werden. Ganz zentral ist es natürlich, Spaß am gemeinsamen Musizieren zu haben!
Alex Froitzheim
Alex begann im Alter von neun Jahren Uilleann Pipes bei Tom Kannmacher zu lernen. Wenig später kam noch die Tin-Whistle dazu. Musikalisch prägend war für ihn besonders die moderne Folk-Musik Irlands und Schottlands, er spielt aber auch Klassik und Jazz. Alex ist Mitglied in Projekten wie Larún und dem Reel Bach Consort und ist unter anderem mit Cara, dem Iona Fyfe Trio und Steve Crawford & Sabrina Palm getourt. Alex unterrichtet seit mehreren Jahren Uilleann Pipes und Tin Whistle. Außerdem spielt er Rock- und Jazzsaxophon.
Catherine Kuhlmann
Catherine ist in Venne quasi musikalisch aufgewachsen – geprägt durch das Festival und die Gruppe Circle Nine hat sie früh ihr Interesse für die (irische) Folk-Musik gefunden und ist inzwischen als Musikerin und Tontechnikerin in Deutschland, der Schweiz und Frankreich unterwegs. Durch das Studium der Irish Flute an der Irish World Academy of Music and Dance in Limerick konnte sie ihr Wissen vertiefen und lernte von Musikern wie Niall Keegan, Tommy Fitzharris und Ainsley Hamill.
Markus Pede
2012 wandte sich der gebürtige Franke der irischen Musik zu und stach schon nach kurzer Zeit aus der hierzulande sehr aktiven Bodhrán-Gemeinschaft heraus. Mittlerweile spielt Markus Pede in den Bands Larún und Clanmakenoise die Bodhrán und verleiht der Musik durch seinen Spielstil eine ganz eigene Note. Nicht nur vertritt er Meister dieses Instrumentes wie z.B. Rolf Wagels bei Steampacket sondern er ist jetzt bereits ein erfolgreicher Dozent auf seinem Instrument. Seine ausdrucksstarke, feinfühlige Art zu spielen ist geprägt von Vorbildern und Kollegen wie Martin O’Neill, Eamon Murray und John Joe Kelly.
Nicht ohne Grund wird die irische Rahmentrommel (kurz Bodhrán) als „Herzschlag“ des Irish Folks bezeichnet. Mit ihr wird der Rhythmus vorgegeben und wenn die Bodhrán geschickt eingesetzt wird, verleiht sie dieser schönen Musik die richtige Würze. Wer nun schon immer einmal eine Bodhrán ausprobieren wollte, oder das Spielen dieses Instrumentes erlernen will, ist bei diesem Workshop genau richtig.
Dieser Workshop richtet sich an alle, die mit der Bodhrán neu anfangen wollen und hierzu den richtigen Einstieg suchen, sowie Anfänger die nach den ersten Schritten weitere Inspiration benötigen. Im Workshop werden neben einer kurzen Einführung die Grundlagen des Spielens vermittelt: Angefangen mit der Haltung der Bodhrán und des Tippers (Schlägel), bis hin zum Zusammenspiel mit anderen Musikern werden u.a. auch die gängigsten Rhythmusarten wie etwa Jig (6/8) und Reel (4/4) erklärt und Schlagmuster sowie Betonungen dazu erlernt.
Da man für das Spielen der Bodhrán keine Notenkenntnisse benötigt, ist ein wenig Taktgefühl und Freude an der Musik das einzige was man mitbringen kann.
Lucia Wagner, Foto: Hiwa Naghshi
Lucia Wagner ist seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Besetzungen aktiv und hat schon in verschiedensten Bühnenproduktionen musikalisch mitgewirkt. Neben ihren Hauptbands „Larún“ und „Winkeltanz“ tourt sie auch mit anderen Besetzungen sowie als Solokünstlerin durch ganz Europa. Studiert hat sie Jazz Geige in Linz und irische traditionelle Musik an der renommierten Irish World Academy of Music and Dance (University of Limerick, Hauptfach Geige und Klavier). Sie konnte dort viele Erfahrungen auf dem eigenen Instrument bei namhaften Künstlern sammeln (Martin Hayes, Siobhan Peoples, Kevin Burke u.a.).
In diesem Kurs widmen wir uns dem auswendig Lernen der Melodien, aber vor allem dem „Ins Detail Gehen“ an verschiedensten Verzierungsmöglichkeiten innerhalb der Tunes.
Voraussetzung für den Kurs: gute Grundkenntnisse am eigenen Instrument, Vorerfahrung bzw. schnelle Auffassung mit „learning by ear“.
Stefan Decker
Stefan zählt hierzulande zu den bekanntesten Whistle- und Flutespielern der keltischen Musikszene. Er arbeitet als Musiker, Musiklehrer, Arrangeur und Komponist. Der Fokus seiner Arbeit liegt dabei hauptsächlich auf der traditionellen und zeitgenössischen Musik aus Irland, Schottland und Skandinavien. Aufgewachsen mit klassischer und barocker Musik, widmet er sich seit mehr als zehn Jahren dem Erforschen der traditionellen Musik auf Whistle und Flute. Dies geschah zum Teil autodidaktisch. Namhafte Flötisten wie Brian Finnegan, Kevin Crawford und Alan Doherty haben ihm dabei geholfen, seinen Stil zu finden.
Die irische Holzquerflöte (oder einfach Irish Flute) ist ein nicht wegzudenkendes Instrument in der Musiktradition Irlands. In diesem Kurs wird der Fokus darauf gelegt, mit welchen Techniken man dem Instrument am besten den „typisch irischen” Klang entlocken kann. Die Tin Whistle wird im Gegensatz zur Irish Flute oft als Anfängerinstrument gesehen und auch so behandelt. Ein Ruf, der der kleinen Blechflöte zu Unrecht anhaftet. Die Ausdrucksmöglichkeiten sind vielseitig. Im Workshop vermittelt Stefan Decker ebenfalls, wie man mit der Tin Whistle weit über das Stadium des Anfängerinstruments hinausgehen und einen unverwechselbaren Klang erzeugen kann.
Cornelius Bode
Cornelius spielt seit nahezu 5 Jahrzehnten Gitarre in vielen unterschiedlichen Bands und Formationen, unter anderem bei den Bands Larún, Trasnú, Anger&Plush, Emerald und Ganaim. Sein Interesse gilt den vielfältigen Stilrichtungen der traditionellen Folklore aus aller Welt, aber die traditionelle irische Musik hat es ihm ganz besonders angetan. Seine Gitarrenbegleitung ist geprägt durch einen unverwechselbaren Groove und fantasievolle harmonische Variationen. Er ist ein gefragter Begleiter für Sessions, Bands und Projekte und hat bereits ein gutes Dutzend CDs eingespielt. Besonderes Augenmerk legt er auf eine gute Kompatibilität zu DADGAD-Gitarristen und Bouzoukispielern.
Damit sich die Magie der irischen Musik auch wirklich offenbaren kann, wird Brian Berryman den Workshop live mit echten Tunes auf der Flute begleiten.
An diesem Workshop können fortgeschrittene Anfänger und auch geübte Gitarristen teilnehmen, die einen tieferen Einblick in die Begleitung irischer Tunes erarbeiten möchten. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte Gitarre, Gitarrenständer, Plektrum und Stimmgerät mitbringen. Aufnahmegeräte sind nicht notwendig, aber erlaubt.