Bericht Festival 2019

Auch der 21. Venner Folk Frühling ist schon wieder Geschichte. Es war das erste Festival ohne Dieter Wasilke, dem Gründer und langjährigen 1. Vorsitzenden des Vereins. Bei der Eröffnung erinnerte der neue 1. Vorsitzende, Rainer Mix, an Dieter, was zu einem langanhaltenden Applaus des Publikums führte. Auch der diesjährige Schirmherr, Ortsbürgermeister Erik Ballmeyer, ehrte Dieter in seiner Ansprache und würdigte seine Verdienste für das Festival aber auch für den Ort Venne.

Rainer und Jascha, Foto: Wolfgang Behnke

Danach wurde, wie es Dieter gewollt hätte, nach vorne geschaut. Rainer Mix präsentierte mit Jascha Kemper das jüngste Vorstandsmitglied des Vereins, Jascha moderierte im Anschluss locker und mit viel Musikverstand den weiteren Abend.
Wir hatten den Eindruck: noch nie wurde so viel getanzt. Es kann nicht nur an den kalten Temperaturen gelegen habe, schließlich ging auch im Linnenschmidt’schen Saal die Post ab. Dennoch, es war wirklich kalt während dem Festival. Besonders die Helfer auf der Mühleninsel und auf dem Bierwagen mussten leiden – aber Gott sei Dank haben sie ihre gute Laune dabei nicht verloren. Danke an alle, die durchgehalten haben!

Liguriani, Foto: Wolfgang Behnke

Ich möchte hier gar nicht auf alle Konzerte im Einzelnen eingehen, sie waren alle toll. Es gab aber einige Neuentdeckungen. „Ticket to Happiness“ begeisterte am Freitag Abend und riss alle Zuhörer von den Stühlen. Die von Günter Gall am Samstag präsentierten jungen Liedermacher aus der Region fanden zahlreiche aufmerksame Zuhörer. Anschließend überraschte besonders das junge „Trio Wolski“ mit seinen skandinavischen Tunes (Zitat Keno Brand: „Das Beste, was ich bisher in Venne gehört habe“). Manch einer wird sich geärgert haben, den am Vormittag von ihnen angebotenen Workshop nicht wahrgenommen zu haben. Auch die italienische Gruppe „Liguriani“ heizte dem Publikum auf der Mühleninsel gehörig ein, keiner konnte sich ihrem Temperament und ihrer tollen Musik entziehen. Am Sonntag konnte besonders die Gruppe „Schnaps im Silbersee“, die zum Abschluss auf der Mühleninsel spielten, mit ihren ausgefeilten deutschsprachigen Texten und tollen Melodien überzeugen.

Schnaps im Silbersee, Foto: Wolfgang Behnke

Es war eine gelungene Mischung zwischen alten Bekannten und neuen, jungen Musikern und Gruppen. Eine Mischung zwischen ruhigen Tönen und zum Tanz animierenden, mitreißenden Melodien, zwischen Acoustic Music und hervorragendem Gesang. Schön zu erleben, wie viele junge Musiker die Folkmusik-Szene inzwischen mit neuen Ideen beleben. Abschließend bleibt nur zu sagen: es war ein tolles Festival, bei dem für jeden etwas dabei war! Danke an alle, die dabei mitgewirkt und geholfen haben! Wer noch einmal einen Blick auf alle Programmpunkte werfen möchte, kann sich nach wie vor auf der Festival-Seite über den Spielplan und die auftretenden Gruppen ausführlich informieren.

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