Dieter Wasilke Folk-Förderpreis – Endausscheidung

Wir sind gespannt

Bis zum 30. November 2019 konnten sich Nachwuchsmusiker der Segmente europäische und/oder nordamerikanische Folkmusik um den Dieter Wasilke Folk-Förderpreis bewerben. Die Jury hat entschieden und wir können die 3 Finalisten des Dieter Wasilke Folk-Förderpreises 2021 präsentieren.

Folk My Life

Foto: Folk My Life

Vier junge Musikbegeisterte, die sich mit Herzblut der Tanzmusik aus unseren Breiten verschrieben haben. Seit Juli 2020 treffen sie sich mit dem Ziel, schwedische und deutsche Folkmusik wieder zusammenzuführen. Dabei bedienen sie sich vor allem aus der riesigen Tanzmusikquelle der Küster-Familie Dahlhoff aus Dinker in Westfalen. Dazu kommen natürlich noch ihre eigenen Stücke die von zahllosen Ethnos, Spielkursen und Sessions verschiedener Traditionen geprägt sind. Neben der deutschen vermittelt besonders die schwedische
Tradition für sie ein Gefühl von Heimat im besten Sinne, da sie dort durch Tanzabende und Studium musikalische Erfahrungen gesammelt haben.

Folk My Life hat in erster Linie als Tanzband angefangen; dem wollen sie auch treu bleiben. Für sie entspricht es den Stücken immer noch am Meisten, wenn sie zum Tanz aufgespielt werden. Und danach richten sich auch ihre Arrangements: Alex groovt schön vor sich hin, Blanche und Johannes schweben auf der Melodie-Welle und Alexa setzt sich mit dem Saxophon als Kirsche auf den Eisbecher oben drauf. Es beeinflusst sie dabei das, was Folkmusik schon immer geprägt hat; nämlich die Mode und aktuelles Zeitgeschehen. Was im 18. Jahrhundert ein cooles Menuett oder eine nice Polonaise gewesen sein mag, ist für uns heute eben beat-basierte Popmusik aus den Clubs und dem Radio. Besonders die offenen Harmonien und der Four to the Floor-Beat sind da zu nennen. Und diese Aspekte fließen immer mal wieder in ihre Arrangements mit ein. Die dürfen für sie ruhig Teil der Tradition werden. Der Prozess ist ja schließlich nie abgeschlossen.

Folk My Life sind:
Alexa Gödde: Saxophon & Geige
Johannes Rüttermann: Nyckelharpa
Blanche Oguey: Nyckelharpa
Alexander Peters: Gitarre

Ronja Maltzahn & The Bluebird Orchestra

Foto: Zuzanna-Badziong

Die Räubertochter, die den Zuhörer mit ihrer rau-weichen Stimme mitnimmt auf musikalische Weltreise. Zu den äußerst facettenreichen Songs erzählt Ronja Geschichten von großen Träumen und weiten Reisen. Ronjas Musik vermittelt Leichtigkeit und Freude, gemischt mit Gänsehaut-Tiefgang. Die Räubertochter strahlt den Mut aus, an große Träume zu glauben.

Vor zwei Jahren, als sie den argentinischen Bassisten Fede in Italien kennenlernte, hat Ronja sich dazu entschieden, die Musik zum Zentrum ihres Lebens zu machen. Die beiden waren mit ihrem Musik-Van, vollgepackt mit Instrumenten, in mehr als 15 Ländern unterwegs und haben in den verschiedensten Besetzungen inzwischen mehr als 200 Konzerte gespielt. Von der Wohnzimmerbühne in den kleinsten Ortschaften Deutschlands bis zur großen Festival-Stage in Buenos Aires durften sie wahnsinnig viel erleben und bringen große Weltkontraste in musikalischer Harmonie auf die Bühne.

Die Osnabrücker Songwriterin schreibt Folk-Musik auf sieben Sprachen, dazu spielt sie Cello, Ukulele, Klavier und Gitarre. Begleitet wird sie dabei von:
Fede: Akustik-Bass, Gitarre, Gesang
Christopher: Geige und
Chris: Perkussion

Sväng

Foto: Christine Mertens

„Sväng“ ist ein Trio aus Regensburg, welches sich vor ungefähr drei Jahren gründete, an dem Tag, als Amrey Tina im Bus ansprach und die beiden entdeckten, dass sie etwas gemeinsam hatten: Ihre Leidenschaft für schwedische Musik. Seither hat die Band ein abwechslungsreiches Programm aus eigenen und traditionell schwedischen Stücken zusammengestellt, zunächst rein instrumental, mittlerweile jedoch auch mit schwedischem Gesang. Im April 2020 brachte die Band ihr Debutalbum heraus und konnte im September stolz ihr erstes Musikvideo präsentieren.

„Sväng“ steht für „Schwung“ auf Schwedisch: Der packt das Publikum von Beginn an und nimmt es mit auf eine energie- und emotionsgeladene Reise durch die Tanzmusik Skandinaviens, verpackt in genial-komplexe Arrangements, die mal zum Tanzen und mal zum Träumen einladen. Die drei Musiker überzeugen und erstaunen zu jedem Zeitpunkt mit äußerster Virtuosität und Sicherheit auf ihren Instrumenten und entführen auf Nyckelharpa, Oktavmandoline und fünfsaitigem Cello in völlig neue Klangwelten, mal in die vor Kälte starrenden Wälder Nordschwedens, mal in die beschwingten südlichen Gefilde Smålands. Auf ihrer Reise verknüpfen sie traditionelle Musik mit modernen Einflüssen aus Jazz, Klassik und Pop.

„Sväng“, das sind:
Amrey Schaffeld: Nyckelharpa
Benedict Kutzer: Oktavmandoline und Bodhrán
Tina Molle: Cello

Diese 3 Musiker/innen bzw. Musikgruppen werden sich am Festivalsamstag auf der Mühleninsel mit ca. halbstündigen Liveauftritten präsentieren. Danach wird eine 5-köpfige Jury den Sieger ermitteln.

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